Blick über den Tellerrand – Junge Grüne
Als flipp und ich die Bahnhofstrasse entlang gingen, hatten die Jungen Grünen gerade ihren Infostand aufgebaut. Wir zwei natürlich auch diesen Stand geentert. Allerdings standen wir vor dem Stand und wussten nicht, wer dort der Ansprechpartner sein könnte. Irgendwie machte keiner von den Jungen Grünen den Eindruck, dass man ihn ansprechen könnte.
Wir haben das aber trotzdem gemacht. Die Frage aller Fragen war natürlich, warum man die Grünen wählen sollte. O-Ton des Jungen Grünen: “Äähh, warum man die Grünen wählen sollte? Öhhh, da gibt es viele Gründe…kann mir mal bitte jemand helfen?”
Und schwupps, kam ein anderer Junger Grüner daher. Der konnte die Frage auch schon sehr viel besser beantworten, allerdings nicht inhaltlich.
Er kam dann schnell auf die Abwrackprämie zu sprechen und das diese weder finanziell noch Umwelttechnisch eine gute Lösung war. Dann kam er ganz schnell zu den Themen Bürgerrechte und Datenschutz. Auf meine Aussage, dass das doch wohl eher Piratenthemen seien, bekam ich zur Antwort, die Grünen hatten diese Themen schon immer im Programm. Ok, aber warum haben die Grünen daraus in den letzten Jahrzehnten nichts gemacht? Sie waren immerhin an der vorletzten Regierung beteiligt und sitzen jetzt als Opposition im Bundestag? Haben die Piraten da nicht mehr erreicht innerhalb weniger Monate als die Grünen in 10 Jahren? Und das, obwohl sie weder an einer Regierungsbildung noch an Oppositionsarbeit beteiligt waren? Als Antwort kam dann halt, die Piraten hätten eben eine gute PR-Maschinerie, man würde trotzdem die Katze im Sack kaufen, wenn man Piraten wählen würde. Ok, aber Frau Künast hat unlängst gesagt, eine Mehrheit für rot-grün im Bund wird es nicht geben. Kauf ich da nicht auch die Katze im Sack, wenn ich grün wählen würde? Nein, bestimmt nicht, denn die Grünen lassen die Koalitionsfrage ziemlich offen. Er würde auch schwarz-grün nicht ausschliessen. Sein Kollege, der während des Gespräches dazu kam, erstickte diese mögliche Koalition direkt im Keim. Er war der Auffassung, wenn man mit der CDU eine Koalition bilden würde, dann wären die Grünen für die nächsten Jahre tot.
Ok, der Junge Grüne kam auch ins Schwimmen, aber er war eben ein Junger Grüner und kein etablierter Politiker wie Poß und Meckelburg.
Allerdings eine schwache Leistung, denn er warf den Piraten vor, diese hätten bei der Themenauswahl bei den Grünen geklaut und nicht umgekehrt. Ausserdem haben die Piraten eine viel bessere PR-Maschinerie. Könnte man glatt als Kompliment auffassen. Allerdings steht hinter einer möglichen PR-Maschine sehr viel Inhalt. Und von Inhalt gab es bei den Grünen jetzt nicht besonders viel. Es sei denn, man wollte Infomaterial haben, davon gab es jede Menge, sogar Kondome. Was ich persönlich in Anbetracht der Zahlen der mit HIV-Infizierten Personen gut finde. Noch besser wäre es gewesen, wenn man diese Thematik beim Verteilen der Kondome aufgegriffen hätte, war aber leider nicht der Fall.
http://www.gruenes-gelsenkirch.....chens-1400
Ich weiß nicht, wo ihr von Inhalten sprecht. Euer 1-Punkt-Wahlprogramm ist ja wohl ein Witz.
Wenn Leute wie Markus Beckedahl schon seit Jahren bei den Grünen mitarbeiten, dann müßt ihr nicht erzählen, dass die Grünen die Themen bei euch geklaut haben. Die Grünen hatten schon 1984 ein Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Computer und Medien, die sich ganz intensiv auch an der Vorbereitung des Volkszählungsboykotts beteiligt hat. Die Grünen hatten aber 1984 auch ein umfangreiches politisches Programm, was man von euch ja nicht behaupten kann.
@Jürgen Bischoff
Hallo Herr Bischoff,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider ist nicht alles zutreffend, was Sie schreiben.
Deshalb lade ich Sie herzlich ein, unseren nächsten Infostand zu besuchen. Dort können wir in Ruhe über die einzelnen Punkte reden und wir können Ihnen unser Wahlprogramm vorstellen, welches definitiv mehr als ein Thema behandelt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie am Infostand begrüssen dürften.
Mit freundlichen Grüssen…Andreas Gilles
Stimmt. Unser Programm hat nur 1 Punkt:
1. Freie Bildung
1a.Freies Wissen
1b.Mehr Mitbestimmung
1c.Mehr Datenschutz
1d.Mehr Transparenz im Staat
1e.Mehr Datenschutz
1f-1zz Werden derzeit in Gremien (AGs) erarbeitet und DANN vorgestellt.
Wir äußern uns zu Themen, wenn wir Kompetent genug dafür sind. Nicht, wenn man uns sagt, das wir uns äußern sollen.
Wie ich mich noch lebhaft aus dem Jahre 2005 (und den Folgejahren) erinnern kann, ist es immer problematisch wenn eine Parteistruktur ein größeres gesellschaftliches Anliegen für sich selbst vereinnahmt. Damals war es der Hartz IV Protest, heute die Netzpolitik/Wissensgesellschaftsfragestellung.
Geschichte wiederholt sich ja zuweilen, klar ist das ich eine subjektive Sicht habe. Trotzdem erinnern mich die im Netz verstreuten Piratenattacken auf die Grünen, welche z.T. in der Intensität denen auf die schwarz-roten “Internetausdrucker” im Nichts nachstehen, irgendwie um den Kampf der LINKEn um ihr Alleinstellungsmerkmal.
Das ist aus parteipolitischer Sicht ja auch verständlich – jene Partei welche im Bundestag (bis auf 12 Enthaltungen) gegen die Netzsperren gestimmt, jahrelang politisch-theoretische Grundlagenarbeit geleistet und auch öffentlich kommunizierte Parteibeschlüsse zur Thematik beschlossen hat, ist zweifelsohne die noch am ehesten zu nennende Gefahr für das Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei.
Das bedeutet zugleich aber, bei allem Verständnis, dass das inhaltliche Anliegen der PP, von der PP derzeit ihrem parteipolitischen Eigeninteresse untergeordnet wird.
Und das ist der Punkt an dem ich, im Gegensatz zu Robert, nicht wirklich in den Jubelhype einstimmen will.
“Wir äußern uns zu Themen, wenn wir Kompetent genug dafür sind.”
Das ist löblich und verständlich. Nur darf man an eine Partei welche “anders”, inhaltlicher, sein will, den Anspruch stellen das sie nicht ausgerechnet jene miefigen Parteireflexe vor den eigenen Inhalten entwickelt. Oder ist das naiv?
“Haben die Piraten da nicht mehr erreicht innerhalb weniger Monate als die Grünen in 10 Jahren?”
Und das wäre faktisch?
P.S.: Das Problem dabei ist das man auf diese Weise eben keine gesellschaftlichen Mehrheiten herstellt bzw. ausbaut. Viele Hartz IV Betroffene werden heute ums Verrecken nicht die Grünen wählen – u.a. wegen dem Greenbashing der PDL und das obwohl die Grünen als Erste ein belastbares Gegenkonzept zu den Hartz Gesetzen beschlossen haben. Ähnliches zieht m.E. an dem netzpolitischen Horizont auf.
Trotzdem viel Erfolg. Der erste Wahlkampf ist immer was besonderes, habt Spaß dabei :)
@ K. Hammer: Schöne Aussage “Wir äußern uns zu Themen, wenn wir kompetent genug dafür sind, nicht wenn man uns sagt, dass wir uns äußern sollen.”
Frage: was wollt ihr dann im Bundestag? Der Bundestag ist ein Parlament, ein Ort an dem geredet wird (lateinisch: parlare). Wenn ihr also in den Bundestag wollt, dann wird man von euch erwarten, dass ihr ihr was sagen sollt. Aber außer zu den Unterpunkten 1a-1e habt ihr nichts zu sagen und selbst zu diesen Unterpunkten nicht unbedingt immer taugliche Antworten.
Wenn ihr also auf die Bahnhofstraße geht und euch lustig darüber macht, dass Joachim Poß oder ein grüner Wahlkämpfer nun nicht gerade die erschöpfenden Antworten auf eure Fachthemen haben, dann drehen wir doch mal den Spieß rum: stellt euch mal vor, ihr steht am Stand und Poß kommt vorbei und fragt euch nach euren Konzepten für eine Steuerreform oder die mittelfristige Finanzplanung (sein Fachgebiet). Dann steht ihr mit runtergelassener Hose da.
Wer im Glashaus sitzt … sollte mal ein bißchen zurückhaltender mit seinem Spott sein.
Und an Andreas Gilles: ich hab das Parteiprogramm und das Wahlprogramm gelesen aber auch z.B. zur Kenntnis genommen, dass die Mehrheit der Listenkandidaten der PP z.B. gegen ein Tempolimit auf Autobahnen ist (weil diese Position sich nur aus den individuellen Stellungnahmen der Listenkandidaten ableiten läßt – so “Wahl-O-Mat”).
Eigentlich würd ich mir ja wünschen, dass die Piraten ins Parlament kämen, damit sie sich sehr schnell in aller Öffentlichkeit und vor ihren Fans entzaubern.
Aber – auch wenn dieNerds es mirnicht glauben – es gibt keine Instant-Politik: Beutelchen aufreißen, das Pulver ins Wasser rühren und alle Probleme sind gelöst.
@Dennis Bartel
Die Verdienste von Bündnis90/Die Grünen für dieses Land sind unzweifelhaft und eignen sich nicht als Maßstab für die Piratenpartei. Außer zu beweisen, dass eine Idee, deren Zeit gekommen ist, enormes Motivationspotenzial besitzt, haben die Piraten in der Tat noch nichts erreicht.
Aber gerade weil die außerparlamentarische Arbeit von Vereinen wie AK Zensur, FoeBud, CCC, jeder Menge Experten und eine von über 130000 Menschen unterschriebene Petition ein Drittel der grünen Fraktion nicht vom Unsinn der Netzsperren überzeugt haben, ist die Piratenpartei notwendig.
(Die gelbe und die pinke Fraktion waren da in ihrem Votum deutlicher.)
@Jürgen Bischoff
die Politik in Deutschland wird davon bestimmt, dass Menschen, die zu einem Thema nichts beizutragen haben, meinen sie müssten mitreden. Das wollen wir ändern. Ansonsten kann ich mich nur meinem Parteikollegen anschließen und Ihnen anbieten, uns an unserem nächsten Infostand zu besuchen…
@ Jürgen. Also was die Steuer- und Finanzpolitik betrifft, so denke ich dass Joachim Poss hierbei mit den runtergelassensten Hosen überhaupt dahesteht (Mehrwertsteuererhöhung, Absenkung des Spitensteuersatzes, freie Bahn für Hedge-Fonds, Steuerentlastung für Unternehmen etc.). “Kompetenz” – womit er ja wirbt – bedeutet ja nicht nur “sich auskennen”, sondern vor allem das Richtige zu fordern und dann auch zu tun! Sie auch hier: http://www.gruenes-gelsenkirchen.de/1379-1379
Ahoi zusammen,
ich möchte an dieser Stelle klarstellen, ich habe mich über niemanden lustig gemacht. Nur wenn ich als Aussage u.a. zu hören bekomme, Piratenthemen kämen nur gut an, weil die Piraten eine gut funktionierende PR-Maschine haben, ja sorry, anstelle dieser Aussage hätte ich mir lieber eine Aussage mit etwas mehr Inhalt gewünscht.
Und ich denke, man darf dieses auf unserer HP ruhig schreiben.
Mit piratigen Grüssen…Andreas Gilles
@ dennis bartel:
schön, dich auch hier begrüssen zu können! :)
habe mich selber für meine begriffe intensiv mit der politik der grünen auseinander gesetzt. aus meiner sicht unterscheiden sich grüne und piraten schon massiv.
zwar mögen die grünen viele löbliche interne papiere und wahlprogramme verabschiedet haben. doch in der umsetzung sah das oft ganz anders aus: so hört sich das hartz-gegenkonzept ja ganz toll an, doch fakt ist, dass die hartz-gesetze erst durch die beteiligung der grünen unter schröder verabschiedet worden sind.
im hamburg treten die grünen mit der wahlaussage an, das kohlekraftwerk hamburg-moorburg zu verhindern, um später mit der cdu genau dies zu verabschieden – alleine der macht wegen.
so entwickelten sich die grünen von der wirklichen politischen und gesellschaftlichen alternative zur partei der besserverdienenden. die aus meiner sicht geschlechtsdiskrimierenden und somit rückwärtsgewandten internen strukturen durch das frauenstatut tragen zudem zu meiner zurückhaltung bei.
bei den piraten hingegen erlebt man momentan etwa den spannenden interen prozess, die die grünen vor einem viertel jahrhundert durchmachten. es stimmt, dass die piratenpartei zunächst mit den themen entsprechend der kernkompetenzen angetreten sind – nicht zuletzt, um die von den etablierten parteien gewohnten sprechblasen zu vermeiden. doch gründen sich laufend AGs, um die weitere politische richtung zu erarbeiten. und daran kann sich jeder pirat aktiv beteiligen!
ebenso wie du habe ich mich bereits bei anderen parteien umgesehen. doch so ein zielgerichtetes und pragmatisches arbeiten habe ich bisher nirgends nur ansatzweise erlebt.
möchte aber dennoch hier eine lanze für alle kommunal aktiven politischen menschen (fast) aller parteien brechen. lokale politik erledigt sich nicht ao einfach – viel langwidrige fleissarbeit ist nicht nur im wahlkampf erforderlich, um sich zu beteiligen. und die schimpfe für das geschehen auf landes-, bundes., und europaebene gibt es gratis dazu!
vielen dank! :)
der erste wahlkampf macht wirklich freude! ich will hier gar nicht verraten, von welchen parteien ich mir für die anbringung der wahlplakate noch etwas abschauen kann! ;-)
glückauf!
@Robert Zion
Lieber Robert,
Mir ging es nicht darum, was Joachim Poß konkret für eine spezialtechnokratische Politik macht. Das weiss ich auch so, denn was soll man von jemand erwarten, der sein gesamtes Berufsleben als Parteifunktionär verbracht hat.
Poss sollte hier nur als Beispiel für einen Politiker stehen, der es in jahrzehntelanger Beschäftigung mit einem Spezialthema unsbestreitbar zu einer gewissen Sachkompetenz gebracht hat. Ein Beispiel dafür, dass man sich schon ein bißchen in die Feinheiten von Politik einarbeiten muss und nicht einfach von Wahlwerbestand zu Wahlwerbestand herumziehen kann und über die mangelnde Antwortkompetenz in einer vollkommen anderen Sachfrage abzulästern und so zu tun, als hätte man – kaum vom Computer aufgestanden – das Patentrezept. Damit werben im Übrigen lächerlicherweise schon andere (BüSo)
@Jürgen Bischoff
Wenn Herr Poß auf manche Fragen nicht antworten kann, dann könnte er ja darauf hinweisen, es sei eben nicht sein Spezialthema. Ist dann doch völlig in Ordnung. Stattdessen eierte er rum, beim gemeinen Wähler kommt das bestimmt nicht so gut an.
Ausserdem hat ja die SPD eine klare Stellung zu den von mir angesprochenen Themen, genau wie die Grünen auch. Dies hat mir Herr Poß und der Junge Grüne leider nicht erläutert.
Darum geht es doch. Der “normale” Bürger/Wähler geht doch von Stand zu Stand um sich zu informieren. Deswegen heisst es ja auch Info-Stand und nicht Kugelschreiber-Abgreif-Stand.
Politik muss durch Inhalte überzeugen, nicht durch Kugelschreiber. Das wir Piraten auch noch nicht bei allen Themen durch Inhalte überzeugen können, wurde bereits mehrfach erwähnt. Deswegen haben wir auch nur Themen im Parteiprogramm, in denen wir kompetent sind und durch Inhalte überzeugen können. Nach und nach werden bei uns auch andere Themen hinzukommen, allerdings erst dann, wenn wir auch z.B. beim Thema Finanzpolitik durch Inhalte überzeugen können.
Meine Artikel dienen dazu, den Wähler aufzuklären, es geht nicht darum, die politische Konkurrenz lächerlich zu machen.
Wenn das mein Ziel gewesen wäre, hätte ich die Artikel mit Sicherheit ganz anders geschrieben.
Mit freundlichem Gruss…Andreas Gilles
@Micha
irgendwie klingelt es, ich komm nur nicht drauf :)
@Rest
Alles in Allem denke ich sind wir uns einig das diese spezielle Gelsenkirchener Situation 2009 uns glücklicherweise die Möglichkeit gibt ungiftig Wahlkampf zu betreiben. Und um in meiner bescheidenen Art mal das Konkrete anzuschneiden, Robert ist als Person für PP-Erststimmen sicher ein ebenso guter Kandidat wie es derzeit auch die LINKE für sich erklärt. Ich bin ja ein wenig Utopist :)
Ich würd irgendwann in Zukunft mal in GE jemanden anders siegen sehen wollen als MeckelPoß.
@Christoph
Jap, und dafür gibts auch Gründe. Der Milieukonflikt zieht sich quer durch alle Parteien. Nur weil Gelb und Dunkelrot stringenter abstimmen heißt das nicht das sie inhaltlicher dahinter stehen. Ich würde sogar behaupten, im Gegenteil.
Trotzdem ist die Grüne partei aus inhaltlicher Sicht sicher nicht der beste Gegner für die PP – aus parteitaktischer Sicht allerdings schon und das ist es was ich derzeit etwas bedaure.
hmmm… Grüne ?! Freiheit?! Da war doch was?! achja http://www.youtube.com/watch?v=wts6gLuqA8o Gutes Video;)
World Socialist? Freiheit? *kicher*
Piraten und Freiheit: http://www.taz.de/1/debatte/th.....-freiheit/
Die taz? Herr Bischoff, ich denke, Sie wissen es auch, die taz gilt ja im Allgemeinen als eine Zeitung, die den Grünen ja sehr nahe steht. Von daher bedarf es keiner Worte mehr.
Schade das Sie meiner Einladung, unseren Info-Stand zu besuchen, nicht nachgekommen sind. Dann wären Sie informiert gewesen und hätten hier nicht den Link einer Zeitung setzen müssen, für die auch Julia Seeliger schreibt. Wer es nicht wissen sollte, Julia Seeliger war im Parteirat der Grünen und im Landesvorstand der Berliner Grünen. Allerdings trat sie von diesem Amt bereits wieder zurück.
Ein Schelm, wer jetzt böses denkt…
Herr Gilles, so Sie denn tatsächlich gedenken zwecks ihrer geplanten Landtagskandidatur desöfteren auf das Stilmittel Attacke zurück zu greifen (wozu ich sie durchaus ermutigen möchte), dann sollten sie dieses künftig überlegter tun. Weil es sonst unfreiwillig komödiantisch wirkt.
Herr Popp hat dieses Interview mit der JF nunmal geführt. Das war politisch instinktlos, naiv und, wenn man so will, auch dumm. Und sowas ist völlig normal bei einer jungen Partei. Anfängerfehler. Passiert. Schreit keiner lange hinterher.
Desweiteren ist es Fakt das sich in ihrer heterogenen Partei, wie in jeder neugegründeten Partei, vereinzelt obskure Gestalten tummeln. Julia hat dies seinerzeit schon auf dem ZeitrafferinBlog angesprochen, als ein perspektivisches Problem der Piratenpartei (nicht die PP als das Problem). Und all diese Dinge werden nicht unwahrer dadurch das sie von Julia Seeliger angesprochen werden.
Ich sag ihnen das hier weil sich für Kommi #18 und #19 bei so einem relativ alten Artikel sowieso keine Sau interessiert. Wir sind also quasi allein ;)
Ein übelwollender politischer Gegner würde sich jetzt ihre Replik schnappen und herausstreichen, das Sie sich vor ein Interview des Herrn Popp mit einem “rechten” Käseblatt stellen.
Das war nicht ihre Absicht, schon klar. Sie wollten die Überbringer der Nachricht (taz/Julia Seeliger) als grünnah darstellen um den Nachrichtengehalt herunterzuspielen. Der Nachrichtengehalt bleibt aufgrund des unbestrittenen Faktums aber derselbe, egal wie sehr Andreas Gilles da strampelt. Und PP-WählerInnen sind clever genug das schlichtweg zu wissen.
Besser wäre eine inhaltliche Stellungnahme gewesen.
Damit kommen wir zum Kommentaranfang zurück. Die Lust zur Attacke verstehe ich ja allzu gut – mehr als es manchmal für mich gut ist. Aber, auch wenn es nicht immer gelingt, manchmal lohnt es sich wirklich vorher etwas länger nachzudenken.
Ein Idiot, wer jetzt böses denkt. Das war ein liebgemeinter Rat, nehmen Sie ihn an :)
Och, der Herr Bartel, auf Ihren Kommentar habe ich schon gewartet;-). Ob Sie es glauben oder nicht, mit besagtem Interview haben wir uns auch bereits auseinandergesetzt. Und keiner von uns stellt sich vor Herrn Hopp. Ganz im Gegenteil. Auch wir finden, naja, vorsichtig ausgedrückt, das Interview war eine unglückliche Geschichte. Aber auch wir wissen diese Geschichte richtig einzuordnen.
Was die inhaltliche Stellungnahme angeht, dies betrifft dann doch eher Herrn Bischoff. Die taz aufzuführen war eben etwas unglücklich. Und wie Sie ja selbst geschrieben haben, einer jungen, neuen Partei kann das schon mal passieren. Ich erlaube mir, Sie zu zitieren; Anfängerfehler eben. Aber wir werden aus unseren Fehlern lernen.
Solch´ einen Fehler gestehe ich Herrn Bischoff selbstverständlich ebenfalls zu. Und natürlich wird auch er aus möglichen Fehlern lernen.
Interessant finde ich aber, dass das eigentliche Thema hier keine wirkliche Rolle mehr spielt. Deshalb schlage ich vor, wir beruhigen uns alle und lassen die WählerInnen am kommenden Sonntag entscheiden.
Und wenn Sie der Meinung sind, es würde sich bei mir hier schon um die “Abteilung Attacke” handeln, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Das war nicht mal im Ansatz die “Abteilung Attacke”.
Abschliessend möchte ich noch sagen, es freut uns sehr, dass Ihnen unsere Seite so gut gefällt. Sie schreiben ja ziemlich oft. Ist kein Vorwurf, wie gesagt, wir freuen uns darüber:-).
Mit freundlichem Gruss…Andreas Gilles
Ich denke es ist alles gesagt worden, und wir werden langsam ein wenig “Off Topic” hier.
Darum mach ich mal zu. ;)
Wie schon gesagt ist der Artikel mitlerweile eh alt und das Thema ist durch.