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Piratenpartei Gelsenkirchen zur Tragödie auf der Loveparade 2010

Die Piratenpartei Gelsenkirchen ist entsetzt und schockiert über die tragischen Ereignisse der Loveparade 2010 in Duisburg. Unser Mitgefühl und unser Beileid gilt den Familien und Freunden der Opfer, die auf so tragische Weise aus dem Leben gerissen wurden.

Den Verletzten Personen wünschen wir eine baldige Genesung und die Kraft, das Erlebte zu verarbeiten.

Desweiteren hoffen wir auf eine lückenlose Aufklärung dieses tragischen Ereignisses. Die Verantwortlichen dieser Tragödie müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Absage der Loveparade 2011 in Gelsenkirchen ist die einzig richtige Entscheidung und findet unsere volle Unterstützung.

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war,
hat sein Leben einen Sinn gehabt.

Alfred Delp

Wahlkampf Teil II

Wir schreiben das Jahr 2009, um genau zu sein, August 2009. Acht Piraten machten sich damals auf, um die Wahlplakate für die Bundestagswahl 2009 zu kleben.
Mittlerweile sind einige Monate vergangen, aber die nächste Wahl steht schon vor der Tür.

Und wieder machten sich an diesem 02. April 2010 neun Piraten auf, um die Plakate für die Landtagswahl in NRW zu kleben.
Das Wetter war Piraten like, leicht bedeckter Himmel und eine steife Brise. Da wir genügend Wind in den Segeln hatten, waren wir auch innerhalb von zweieinhalb Stunden mit zweihundert Plakaten fertig.

Aber das war erst der Anfang. Der nächste Kraftakt steht uns bevor, denn die Plakate müssen in den nächsten Tagen noch aufgehängt werden.

Wer sich berufen fühlt und uns unterstützen möchte, darf dies gerne tun. Eine Parteimitgliedschaft ist dafür definitiv nicht notwendig.

Als Belohnung für die Unterstützung winken am 09. Mai 2010 sensationelle 5%!

No Nazis 2010

Die Gelsenkirchener und Gladbecker Piraten unterstützen am 27.03.2010, Gelsenzentrum e.V. und das Gladbecker Bündnis für Courage bei der Demonstration “No Nazis 2010″ auf dem Josef-Büscher-Platz in GE-Horst.

Grund für diese Demo ist das Treffen von pro NRW im altehrwürdigen Schloß Horst. Die angebliche Bürgerbewegung pro NRW will wieder mal ihre Islamphobie zur Schau stellen. Im Mittelpunkt des Treffens auf Schloß Horst steht eine sogenannte Anti-Islam-Konferenz.

Durch unsere Teilnahme an der Gegenkundgebung wollen auch wir ein klares und deutliches Zeichen gegen Nazis setzen. Unsere Demokratie darf nicht braun werden, deshalb würden wir uns freuen, wenn auch Sie sich der friedlichen Gegenkundgebung anschließen würden.

NRW im Jahr 2009

28. Dezember 2009 Andreas Gilles 3 Kommentare

Vieles ist in der Politik in NRW im Jahr 2009 passiert. Klagen gegen den Termin der Kommunalwahlen, ein rasender Verkehrsminister, streikende Studenten und einiges mehr. Hier ein kleiner Streifzug durch die politische Landschaft von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2009.

Im Februar 2009 gab es den ersten Aufreger. Oliver Wittke (CDU), Ex-OB von Gelsenkirchen und Verkehrsminister von NRW, verhielt sich nicht wie ein Verkehrsminister, sondern eher wie ein Rennfahrer. Er wurde dabei erwischt, wie er mit 109 km/h durch eine geschlossene Ortschaft raste. Wittke war seinen Führerschein und seinen Ministerposten los. Ein Verkehrsminister, der absolut keine Vorbildfunktion hatte. Der Gelsenkirchener Bürger dürfte eh über die Ernennung Wittkes zum Verkehrsminister ein wenig überrascht gewesen sein, denn in seiner Zeit als OB von Gelsenkirchen fuhr er seinen Dienstwagen zu Schrott.
Wittkes Nachfolger wurde Lutz Lienenkämper (CDU).

Ingo Wolf (FDP), Innenminister, und die schwarz-gelbe Regierung hatten im Februar eine tollkühne Idee. Die anstehenden Kommunalwahlen in NRW sollten am gleichen Tag stattfinden wie die Europawahl. Die Opposition ist natürlich dagegen. Warum? Das ist schnell erklärt. Bei der Europawahl ist die Wahlbeteiligung sehr gering, dementsprechend befürchtete die Opposition auch Stimmeneinbußen bei der Kommunalwahl. Rot-grün klagen gegen diesen Termin und bekommen vor dem Landesverfassungsgericht in Münster Recht. Wolf muss einen neuen Termin ansetzen und entscheidet sich für den 30. August. Irgendwie passt den rot-grünen dieser Termin wieder nicht und sie klagen erneut, diesmal ohne Erfolg.

Erinnern wir uns kurz an die Jahre 2007 und 2008, da gab es Pannen beim Zentralabitur. Damals wurden Aufgaben gestellt, die keiner verstand, bei denen es von Fehlern nur so wimmelte und die selbst ein Professor für unlösbar hielt. All dies sollte beim Zentralabitur 2009 nicht passieren. Deswegen ließ Schulministerin Barbara Sommer (CDU) die ausgewählten Abi-Aufgaben von externen Experten nochmals überprüfen. Rekordverdächtige 105 Wissenschaftler überprüften die Aufgaben. Das Abitur verläuft größtenteils fehlerfrei, kostet den Steuerzahler aber satte 500.000€. Zwar schaffen es Frau Sommer und ihr Ministerium damit nicht ins Guinness-Buch der Rekorde, aber immerhin gelingt der Sprung ins Schwarzbuch der Steuerzahler.

Im Juni gehen bundesweit mehrere Zehntausende Studenten auf die Straßen und protestieren, auch in NRW. Sie besetzten Hörsäle und bestreikten Vorlesungen. Die Proteste richten sich gegen Studiengebühren, Turbo-Abi (Abitur nach 12 Jahren) und die Studiengänge Bachelor und Master. Da diese Proteste nicht die von den Studenten erhofften Änderungen brachten, gab es im November erneute “Bildungsstreiks”. Der den Protesten skeptisch gegenüberstehende Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) verständigte sich mit den Hochschulleitungen darauf, die Studiengänge zu überarbeiten.

Ebenfalls im Juli musste man in Mönchengladbach einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus der Untersuchungshaft entlassen. Eine längere U-Haft ist rechtlich nicht möglich, solange der Prozess oder die Berufung nicht eröffnet ist. Grund für die Verzögerung in diesem Fall sind Personalmangel und Schlamperei am Mönchengladbacher Amtsgericht. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) zog auch ihre Konsequenzen aus dieser Panne. Allerdings tritt sie, wie von der Opposition gefordert, nicht zurück, sondern versetzt einen Mönchengladbacher Staatsanwalt.

Im Juli wird ein Gesetz der schwarz-gelben Regierung gekippt. Dieses seit 2007 bestehende Gesetz untersagte Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern den Bau von sogenannten Shopping-Malls, wie beispielsweise dem CentrO in Oberhausen. Die Stadt Ochtrup aber will so ein Projekt mit einer Verkaufsfläche von 11.500 Quadratmetern genehmigen und klagt gegen das bestehende Gesetz. Weil dieses Gesetz gegen die kommunale Selbstverwaltung verstößt, wird es vom Oberverwaltungsgericht in Münster gekippt. Die XXL-Mall darf gebaut werden und für die Landesregierung war diese Entscheidung ein Schlag ins Gesicht.

Am 30. August standen dann die Kommunalwahlen in NRW an. Und nur einen Tag später dann der Skandal. Der noch amtierende Dortmunder Oberbürgermeister Langemeyer (SPD) gibt ein Haushaltsloch von 100 Millionen Euro zu. Damit steht Dortmund quasi vor der Pleite. Das Langemeyer dies schon vor der Wahl wusste, kann man annehmen. Aber warum hat er nichts gesagt? Weil er wohl den Wahlsieg seines künftigen Nachfolgers Ullrich Sierau (SPD) nicht gefährden wollte. Dieser weiß aber angeblich nichts von dem Millionenloch, macht aber nach heftigen Protesten und einem Rechtsgutachten im Dezember den Weg frei für Neuwahlen.

Auch in der Umweltpolitik bewegte sich im September etwas, beziehungsweise es bewegte sich nichts mehr. Zumindest nicht mehr am neuen Steinkohlekraftwerk in Datteln. Zwar standen bereits die Kühltürme, aber das Oberverwaltungsgericht Münster untersagte den Weiterbau. Die Landesregierung versucht nun, mit nachträglichen Gesetzesänderungen, einen Abriss zu verhindern. Nicht nur für die Opposition schwer nachvollziehbar. Pfusch am Bau dürfte bekannt sein, Pfusch an Gesetzen eher weniger.

Im September fiel die folgende Aussage: “Rumänen sind faul und kommen zur Arbeit wann sie wollen. Da wäre Nokia doch besser in Bochum geblieben.” Wer jetzt annimmt, diese Worte wären auf einer Veranstaltung einer rechten Partei gefallen, der irrt sich gewaltig. Diese Aussage wurde von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) gleich mehrmals auf Wahlkampfveranstaltungen der Union getroffen. Öffentlich gemacht wurde das alles von der SPD. Die SPD filmte Rüttgers Auftritte mit und veröffentlichte anschließend das Material. Diese Aktion der SPD ist mit Sicherheit auch nicht die feine, englische Art sondern eher peinlich. Rüttgers entschuldigte sich für seine Worte und schwieg anschließend nur noch zu der Sache.
Aber jetzt wird es richtig albern. Unions-Generalsekretär Wüst gibt zu, dass die Union jetzt die Auftritte der SPD-Chefin Kraft ebenfalls per Videokamera aufzeichnet. Das findet die SPD komischerweise überhaupt nicht gut. Als vertrauliche E-Mails öffentlich werden, die belegen, dass bei der ganzen Filmerei der CDU ein Abteilungsleiter der Staatskanzlei dabei war, stellt sich jetzt die Frage der Rechtmäßigkeit. Zwar hatte der Beamte das Parteibuch der CDU in der Tasche, aber bei solchen Wahlkampfaktionen der eigenen Partei darf er laut Landesverfassung nicht mitmischen.

Europawahl, Kommunalwahl, Bundestagswahl. Drei Wahlen und dreimal heißt der große Verlierer SPD. Und zumindest zweimal dürfen wir Piraten uns als “Wahlsieger der Herzen” fühlen. Bei der Europawahl, unsere allererste Wahl an der wir teilnahmen, erreichten wir knapp 1%. In Schweden kamen die Piraten auf 7% und zogen ins Europaparlament ein. Bei unserer ersten Bundestagswahl erreichten wir 2% und waren auf Anhieb stärkste außerparlamentarische Partei. Selbst die Grünen blieben bei ihrer ersten Bundestagswahl unter 2%. Man sieht, die Piraten haben durchaus Potenzial.

Im Oktober haben nicht nur die Piraten ihre Landesmitgliederversammlung. Am gleichen Tag verabschieden die NRW-Linken ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2010. Unter anderem fordert die Linke ein Recht auf Rausch und die Verstaatlichung von Eon und RWE. Außerdem sollen alle Gerichte und der Verfassungsschutz abgeschafft werden. Auf einem Parteitag der Linken im November wird das ganze Programm allerdings entschärft. Die Linke befürchtet, man könne mit dem Programm Probleme beim Wähler bekommen.

Harald F., bis Sommer 2006 Abteilungsleiter des Umweltministeriums, steht im Oktober unter Korruptionsverdacht. 270 Fahnder werden eingesetzt, mehrere hundert Telefonate mitgeschnitten und tausende E-Mails abgefangen. Trotzdem erhärten sich die Vorwürfe gegen Herrn F. nicht. Stattdessen richten sich unangenehme Fragen gegen Umweltminister Uhlenberg (CDU). Wollte Uhlenberg F. loswerden? Steuerte das Umweltministerium gar auf illegale Art und Weise die Untersuchungen des Landeskriminalamtes? Die Antworten auf diese Fragen soll ein Untersuchungsausschuss des Landtages ans Licht bringen. Leichter gesagt als getan. Herr F. verweigert nach wie vor die Aussage und die Mitarbeiter des Umweltministeriums leiden plötzlich an Alzheimer und können sich aber auch an nichts mehr erinnern.

Zwei Schwerverbrechern gelingt im November die Flucht aus der JVA in Aachen. Ein JVA-Mitarbeiter soll dabei geholfen haben. Und wieder rückt Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) in den Blickpunkt. Die Ministerin spricht von einer Einzeltat, die nichts mit Strukturproblemen zu tun hätte. Allerdings verschweigt die Ministerin, dass der Aachener Personalrat schon lange vor dem Ausbruch vor Personalmangel gewarnt hat. Dies war dem Ministerium auch bekannt. Und das gegen den Abteilungsbeamten schon länger ermittelt wurde, war im Ministerium ebenfalls bekannt. Die Ministerin setzte aber noch einen drauf. Sie soll persönlich dafür gesorgt haben, dass Mitarbeitern der Justiz der Zugang zum Webauftritt des WDR gesperrt wurde. Hintergrund ist, dass sich im WDR-Internetforum nach dem Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff, wohl auch Justizmitarbeiter zu den Zuständen in nordrhein-westfälschen Haftanstalten äußerten. Müller-Piepenkötter wurde vorgeworfen, auf Kosten der Sicherheit in den Gefängnissen zu sparen. Wer glaubt, die Ministerin würde den Rücktrittsforderungen nachkommen, der irrt sich gewaltig. Roswitha Müller-Piepenkötter ist nach wie vor im Amt.

Auch CDU-Mann Wüst rückt nochmal in den Fokus. Zwar filmt er jetzt nicht irgendwelche Leute von der SPD, aber er kassiert doppelt ab. Was nicht nur moralisch ebenso untragbar ist. Wüst ist Generalsekretär der NRW-CDU und Landtagsabgeordneter. Damit verdient er doppelt. Allerdings hat er nur von einem Arbeitgeber Anrecht auf Zuschüsse zur Krankenversicherung. Aber Herr Wüst kassiert doppelt, sowohl von seiner Partei als auch vom Land. Herrn Wüst fällt das auch nicht auf. Erst als ihn Journalisten darauf hinweisen, korrigiert er seinen Fehler und zahlt 6000€ ans Land zurück. Allerdings kommen immer mehr Details auf, die den Anschein erwecken, Wüst hätte mit Absicht doppelt kassiert. Aber irgendwie schafft es auch Wüst, sich bis dato noch im Amt zu halten.

Wie man sieht, hat die schwarz-gelbe Koalition in NRW etliche Probleme. Wenn Sie keinen Ministerpräsidenten wollen, der sich abwertend über Ausländer äußert, wenn Sie keine Justizministerin haben wollen, die eine Zensur einführt, dann ein kleiner Tipp für Sie: Am 09. Mai 2010 sind Landtagswahlen. Es liegt in Ihrer Hand.

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Klirrende Kälte, Piraten und ein Info-Stand

20. Dezember 2009 Andreas Gilles 2 Kommentare

Gelsenkirchen am 19. Dezember 2009, die Uhr schlägt 10, die Aussentemperatur beträgt -15 Grad Celsius, die Stadt ist bedeckt von einer leichten Schneedecke.
Doch aus der Ferne sieht man sie schon wieder, die orangefarbenen Fahnen mit dem Segel drauf. Gehisst wurden diese von der Crew Tausend Feuer, deren Besatzung aus Markus, Heiko, Alex und Andy bestand.
Und sehr schnell hatte man die Gewissheit…die Piraten haben erneut Kurs auf den Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt genommen.

Und siehe da, die ersten interessierten Bürger waren auch schnell da. Kurz den Schal aus dem verfrorenen Gesicht gezogen und schon war man mittendrin statt nur dabei.

Aufgrund der Polarkälte hatten wir angenommen, dass der Glühwein reissenden Absatz finden würde, aber wir wurden zum Glück eines besseren belehrt.

Denn trotz der Kälte interessierten sich die Bürger hauptsächlich für unsere Politik anstatt für das Heissgetränk. Flyer erfreuten sich grosser Beliebtheit. Viele Bürger kamen auch in den Pavillon und schauten sich das ausgelegte Info-Material an. Auch kurz vor Weihnachten bestand bei den Gelsenkirchenern nach wie vor politischer Redebedarf. Eines der Hauptthemen war die Vorratsdatenspeicherung und das in einigen Monaten zu erwartende Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Bei diesem Thema erfuhren wir grosse Unterstützung der Gelsenkirchener. Ebenso wie beim Thema Bildung, viele konnten die Besetzung der Hörsäle an den Unis in den letzten Wochen nachvollziehen. Auch die Kommunalpolitik kam nicht zu kurz. Eine Frage, die insbesondere von Leuten gestellt wurde, die uns Piraten noch nicht kannten bzw. uns noch nicht richtig einordnen konnten, war,  wie wir zu verfassungsfeindlichen und extremen Organisationen bzw. Parteien stehen? Diese Gelegenheit nutzten wir, um uns ganz klar von solchen Organisationen und Parteien zu distanzieren. Diese deutliche Aussage kam bei den Bürgern gut an.

Insgesamt gesehen war das Feedback sehr positiv, denn einen Info-Stand kurz vor einer Wahl durchzuführen, kann jeder. Aber wir sind nicht jeder, wir sind Piraten und scheuen weder Wind noch Wetter wenn es darum geht, unsere Bürger politisch auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wir bedanken uns bei den Gelsenkirchenern für ihr reges Interesse und konstruktive Gespräche und wünschen besinnliche Festtage.

Auch wenn die Landtagswahl erst im Mai 2010 ist und die Temperaturen dann nicht mehr -15 Grad betragen, so können sich die anderen Parteien trotzdem warm anziehen.

Aaaaaarrrrr….

CDU will schärferes Polizeirecht

26. November 2009 Andreas Gilles Keine Kommentare

Wie der WDR berichtet, will die CDU nach den Landtagswahlen in NRW das Polizeirecht verschärfen.
Der Chef der CDU-Fraktion, Helmut Stahl, stellte ein Positionspapier seiner Partei zur inneren Sicherheit vor.
Darin wird unter anderem gefordert, der Polizei zu erlauben, Telefongespräche zu überwachen, E-Mails abzufangen und Online-Durchsuchungen von Privatcomputern durchzuführen.

Die Piratenpartei distanziert sich von den Plänen der CDU und wird sich weiterhin stark für die Einhaltung der Bürgerrechte einsetzen.

Droht die Zwei-Klassen-Gesellschaft auf Gelsenkirchens Spielplätzen?

23. Oktober 2009 Andreas Gilles Keine Kommentare

Im Mai 2007 eröffnete in Dortmund der erste Spiel und Lernplatz “SmartUs” in Deutschland. Seit April 2008 verfügt auch die Stadt Köln über einen solchen Spielplatz.
Das aus Finnland stammende Konzept verbindet das kindgerechte Lernen mit Spielen und Bewegung. An verschiedenen computergestützten Stationen können die Kinder Aufgaben lösen. Ein Armband aktiviert die Stationen.
Die sogenannte I-Station zeigt auf einem Bildschirm die Aufgabe an, beispielsweise das Finden der richtigen Buchstaben. Die müssen dann auf dem Hüpf-Feld (I-Grid), durch Springen aktiviert werden.
Dieses System nutzt die RFID-Technologie.  RFID ermöglicht die Identifikation mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Die Nutzung dieser Technik ermöglicht die automatische Identifizierung und den Aufenthaltsort von Gegenständen und Personen oder Tieren.
Ermöglicht wird dies durch einen Transponder, der sich an der Person, Tier oder am Gegenstand befindet und diese kennzeichnet.
Mit einem Lesegerät kann man die Transponder-Kennung auslesen.
Alle Highscores und Daten werden zentral beim Hersteller gespeichert. Dadurch lässt sich z.B. auch die Intelligenz eines Kindes (welches auf einem “SmartUS”-Spielplatz spielt) profilen.
Im Jahr 2008 stellte die Firma Lappset das “SmartUS-System” [1] der Stadt Gelsenkirchen vor.
Vertreten wurde die Stadt Gelsenkirchen u.a. von Oberbürgermeister Frank Baranowski, dem Referat Kinder, Jugend und Familie, Gelsen-Dienste und von sogenannten Spielplatz-Paten wie z.B. CDU, SPD, den Grünen und der Stadtsparkasse.
Die Stadt Gelsenkirchen beabsichtigte tatsächlich, dieses “SmartUs-System” auf Gelsenkirchener Spielplätzen einzuführen.
Dadurch wäre gewährleistet, dass die informationelle Selbstbestimmung verloren wäre.
Dies bedeutet im Klartext, man hat keinen Einfluss mehr darauf, welche Informationen (in dem Fall die gespeicherten Informationen über u.a. die Intelligenz der Kinder) preisgegeben werden.
Ist das nicht auch eine Art von Kindesmissbrauch?
Aber damit noch nicht genug. Denn die Stadt Gelsenkirchen wollte zum Betreten dieser Spielplätze sogenannte ICards zum Kauf anbieten. Quasi eine Eintrittskarte für die “SmartUp-Spielplätze”. Die Gebühr für diese ICard sollte 15 Euro kosten. Aufgrund der Spielplatz-Patenschaften würde die Gebühr “nur” zwischen 6 bis 10 Euro liegen.
Nicht gerade wenig Geld für die Benutzung eines Spielplatzes. Wenn man bedenkt, dass Gelsenkirchen die Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote (über 13%) in ganz Nordrhein-Westfalen ist, dann darf die Frage erlaubt sein, ob die Stadt Gelsenkirchen ihrer sozialen Verpflichtung überhaupt noch nachkommt? Dürfen nur Kinder von Besserverdienenden Bürgern die Spielplätze nutzen? Denn selbst wenn man arbeitet, kann man sich heutzutage vieles trotzdem nicht leisten.
Kinder sollten Spielplätze grundsätzlich kostenfrei nutzen können und ohne das sie einen Chip tragen müssen, der alle Aktivitäten und Ergebnisse von Lernspielen aufzeichnet.
Kinder sollen auf Spielplätzen ihre Persönlichkeit entwickeln. Zählen lernen die Kinder auch daheim von den Eltern, im Kindergarten und spätestens in der Schule.
Dazu bedarf es nicht eines Computer-Chip.

Wie die Piratenpartei Gelsenkirchen erfahren hat, ist dieses Projekt aus finanziellen Gründen vorerst geparkt, aber längst noch nicht vom Tisch.
Ausserdem konnten die Piraten in Erfahrung bringen, dass eine weitere Firma, die ein ähnliches System anbietet, der Stadt Gelsenkirchen ein Angebot unterbreitet hat.

Die Piratenpartei Gelsenkirchen fordert Oberbürgermeister Frank Baranowski dazu auf, diesem Projekt umgehend eine Absage zu erteilen.

[1] www.lappset.com – Interaktiver Spielplatz SmartUs
[2] www.smartus.com – OnlinePortal zur weltweiten Datenbank

PIRATEN-Stammtisch in GE-Süd

20. Oktober 2009 Andreas Gilles Keine Kommentare

Am Mittwoch, den 21.10. 2009 findet der erste PIRATEN- Stammtisch in Gelsenkirchen-Süd statt.

Aufgrund der guten Bundestagswahlergebnisse in den Gelsenkirchener Wahlbezirken und einer immer grösser werdenden Nachfrage nach einem Stammtisch im Süden haben sich die Piraten dazu entschlossen, nun auch im Süden von Gelsenkirchen einen Stammtisch zu gründen.

Beginn des Stammtisches ist am Mittwoch, 21.10. 2009 um 18.30h im Consilium, Wanner Str.1, 45879 Gelsenkirchen.

Teilnehmen darf wirklich jeder, eine Parteimitgliedschaft ist nicht erforderlich.

Wir freuen uns auf neue Piraten, Freunde, Sympathiesanten und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Gelsenkirchen.

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Sicherheit oder Überwachung?

14. Oktober 2009 Andreas Gilles 1 Kommentar

Seit knapp einem Jahr (November 2008) fährt im Ruhrgebiet ein S-Bahn-Modell, das mit Überwachungskameras ausgestattet ist.

Bis 2010 folgen 84 weitere dieser S-Bahnen, ab 2012 fahren dann im Ruhrgebiet nur noch videoüberwachte S-Bahnen.

Dies bestätigte VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik gegenüber dem WDR.

Laut Frau Tkatzik  dienen die Überwachungskameras zur Aufklärung von  Verbrechen. Das Material werde nur ausgewertet, wenn tatsächlich etwas passiert sei, ansonsten werden die Aufzeichnungen gelöscht.

Ob die Kameras etwas bringen, kann Frau Tkatzik noch nicht beurteilen.

Aber auf jeden Fall werde das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste gesteigert und möglicherweise Gewalttaten verhindert.

Der Fahrgastverband Pro Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer sieht das ganze sehr kritisch und würde lieber mehr Zugbegleiter anstelle von Kameras einsetzen. Allein die Anwesenheit von Bahnpersonal reduziere, laut Aussage von Hartmut Buyken (Pro Bahn), Verbrechen.

Allerdings betont er auch, dass Pro Bahn nicht grundsätzlich gegen eine Videoüberwachung, z.B. an Bahnhöfen, sei.

Zum Bedauern von Udo Kampschulte (Bahnsprecher NRW) habe die Bahn bislang noch nicht ausgewertet, ob die Videokameras die Aufklärungsquote bei Verbrechen verbessert hätten bzw. ob die Gewalttaten dadurch zurückgegangen seien.

Kampschulte betont aber gegenüber dem WDR, dass das Sicherheitskonzept der Bahn nicht nur aus Überwachung durch Kameras bestehe, sondern auch aus der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitspersonal und der Polizei.

Da stellt sich die Frage, wo sollen demnächst noch überall Kameras aufgestellt werden?

Ist z.B.  das Bahnhof-WC ein Ort, an dem kein Verbrechen verübt werden kann? Diese Frage kann sicherlich niemand  mit “JA” beantworten. Aber ist dadurch eine Überwachung mit Videokameras gerechtfertigt? Fühlt man sich durch ständiges Eindringen in die Privatsphäre durch Kameras sicherer? Und werden auch tatsächlich alle “nicht kriminellen Aufzeichnungen” gelöscht?

Grundsätzlich effektiver, so sehen es auch die Piraten, ist der Einsatz der Polizei anstatt von Videokameras.

Blick über den Tellerrand-CDU

20. September 2009 Andreas Gilles Keine Kommentare

Am Samstag kaperten wir mit unserem Info-Stand die Fussgängerzone der Gelsenkirchener Innenstadt, quasi direkt am Puls der BürgerInnen. Aus der Ferne erkannten wir den Info-Stand der CDU. Etwa eine Stunde “nach der Entdeckung” (ca. 12.15h) wollten Michael und ich dem CDU-Stand einen Besuch abstatten, auch in der Hoffnung, Herrn Meckelburg anzutreffen, um die berühmt-berüchtigte Frage zu stellen, warum man CDU wählen solle?
Leider entpuppte sich der CDU-Stand als Fata Morgana, und Herr Meckelburg auch. Die CDU war nicht mehr da. Zugegeben, manch einer könnte sich mit diesem Gedanken anfreunden, wir haben es allerdings bedauert, denn wir wollten ja eine Stellungnahme. “Die CDU? Ach, die haben ihren Stand schon wieder abgebaut. Lange waren die nicht da.”, so der Tenor einiger Gelsenkirchener BürgerInnen.
Dabei waren doch alle etablierten Parteien an diesem Samstag in GE-City unterwegs. Herr Poß und die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und direkt daneben wir Piraten.
Man sieht schon, die eben erwähnten Parteien legen Wert darauf, dort Flagge zu zeigen, wo man auch viele GelsenkirchenerInnen antrifft. Macht ja auch Sinn. Der CDU ist das scheinbar egal, der Süden unserer schönen Stadt scheint Herrn Meckelburg nicht wirklich zu interessieren.
Ja gut, er war unter der Woche in Ückendorf und Schalke, auch im Haverkamp, zugegeben. Aber gibt es denn eine bessere Plattform als einen Samstag direkt in der Fussgängerzone von Gelsenkirchen-City? Erreicht man mitten in der Woche morgens um 09.30h in einem kleinen Supermarkt mehr BürgerInnen als Samstags in der Innenstadt?
Wäre es nicht die Pflicht von Herrn Meckelburg gewesen, gerade nach der Kommunalwahl-Klatsche, den BürgerInnen auch in GE-City Argumente zu liefern, warum man seine Erststimme ihm geben sollte? Ist es nicht die Pflicht eines “Volksvertreters”, die BürgerInnen seiner Stadt darüber zu informieren, welche Ziele seine Partei anstrebt? Herr Poß von der SPD und die Jungen Grünen bzw. Bündnis90/Die Grünen haben dies getan, genauso wie wir Piraten.
Meckelburg fühlt sich anscheinend nur in Buer wohl, dort hat man ihn sehr oft auf der Hochstr. angetroffen. Schade eigentlich.
Meckelburg und die Gelsenkirchener CDU scheinen sich ihrer Sache sehr sicher zu sein. Aber vielleicht erlebt Herr Meckelburg bei der Bundestagswahl seine ganz private Niederlage.
Man darf gespannt sein, wie die WählerInnen entscheiden werden.

In diesem Sinne…KLARMACHEN ZUM ÄNDERN!