Archiv

Artikel Tagged ‘Piraten’

Nichts verstanden? Bildung muss individuell fördern.

Mehr Bildung, mehr Wachstum.

Kommunikation, Information, Wissen und Bildung formen die Grundlage unserer Gesellschaft. Ihr Gesicht wird durch Bildung geprägt. Bildung ermöglicht den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt, auf dem unser materieller und geistiger Wohlstand beruht.

Schlechte Bildung ist eine Wachstumsbremse!
Schlechte Bildung ist teuer!
Schlechte Bildung ist ein Problem für uns alle!

Durch den Wandel der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft in eine global vernetzte Wissensgesellschaft ist Bildung die wichtigste Ressource der deutschen Volkswirtschaft. Während der Bedarf der Wirtchaft an hoch qualifizierten Arbeitskräften in Zukunft weiter steigen wird, sinkt die Zahl der Schüler kontinuierlich.

Die PIRATEN stellen die Bildungspolitik deshalb ins Zentrum ihres politischen Handelns. Wir wollen das allgemeine Bildungsniveau in unserem Land spürbar verbessern und mehr Schüler zu höher qualifizierten Abschlüssen führen. Damit schaffen wir die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum.

Bildung ist die Basis unserer Gesellschaft.

Bildung setzt Werte und Standards für unser Zusammenleben. Wer sie vernachlässigt, zerstört die Grundlage unserer Gesellschaft. Mehr…

NRW im Jahr 2009

28. Dezember 2009 Andreas Gilles 3 Kommentare

Vieles ist in der Politik in NRW im Jahr 2009 passiert. Klagen gegen den Termin der Kommunalwahlen, ein rasender Verkehrsminister, streikende Studenten und einiges mehr. Hier ein kleiner Streifzug durch die politische Landschaft von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2009.

Im Februar 2009 gab es den ersten Aufreger. Oliver Wittke (CDU), Ex-OB von Gelsenkirchen und Verkehrsminister von NRW, verhielt sich nicht wie ein Verkehrsminister, sondern eher wie ein Rennfahrer. Er wurde dabei erwischt, wie er mit 109 km/h durch eine geschlossene Ortschaft raste. Wittke war seinen Führerschein und seinen Ministerposten los. Ein Verkehrsminister, der absolut keine Vorbildfunktion hatte. Der Gelsenkirchener Bürger dürfte eh über die Ernennung Wittkes zum Verkehrsminister ein wenig überrascht gewesen sein, denn in seiner Zeit als OB von Gelsenkirchen fuhr er seinen Dienstwagen zu Schrott.
Wittkes Nachfolger wurde Lutz Lienenkämper (CDU).

Ingo Wolf (FDP), Innenminister, und die schwarz-gelbe Regierung hatten im Februar eine tollkühne Idee. Die anstehenden Kommunalwahlen in NRW sollten am gleichen Tag stattfinden wie die Europawahl. Die Opposition ist natürlich dagegen. Warum? Das ist schnell erklärt. Bei der Europawahl ist die Wahlbeteiligung sehr gering, dementsprechend befürchtete die Opposition auch Stimmeneinbußen bei der Kommunalwahl. Rot-grün klagen gegen diesen Termin und bekommen vor dem Landesverfassungsgericht in Münster Recht. Wolf muss einen neuen Termin ansetzen und entscheidet sich für den 30. August. Irgendwie passt den rot-grünen dieser Termin wieder nicht und sie klagen erneut, diesmal ohne Erfolg.

Erinnern wir uns kurz an die Jahre 2007 und 2008, da gab es Pannen beim Zentralabitur. Damals wurden Aufgaben gestellt, die keiner verstand, bei denen es von Fehlern nur so wimmelte und die selbst ein Professor für unlösbar hielt. All dies sollte beim Zentralabitur 2009 nicht passieren. Deswegen ließ Schulministerin Barbara Sommer (CDU) die ausgewählten Abi-Aufgaben von externen Experten nochmals überprüfen. Rekordverdächtige 105 Wissenschaftler überprüften die Aufgaben. Das Abitur verläuft größtenteils fehlerfrei, kostet den Steuerzahler aber satte 500.000€. Zwar schaffen es Frau Sommer und ihr Ministerium damit nicht ins Guinness-Buch der Rekorde, aber immerhin gelingt der Sprung ins Schwarzbuch der Steuerzahler.

Im Juni gehen bundesweit mehrere Zehntausende Studenten auf die Straßen und protestieren, auch in NRW. Sie besetzten Hörsäle und bestreikten Vorlesungen. Die Proteste richten sich gegen Studiengebühren, Turbo-Abi (Abitur nach 12 Jahren) und die Studiengänge Bachelor und Master. Da diese Proteste nicht die von den Studenten erhofften Änderungen brachten, gab es im November erneute “Bildungsstreiks”. Der den Protesten skeptisch gegenüberstehende Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) verständigte sich mit den Hochschulleitungen darauf, die Studiengänge zu überarbeiten.

Ebenfalls im Juli musste man in Mönchengladbach einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus der Untersuchungshaft entlassen. Eine längere U-Haft ist rechtlich nicht möglich, solange der Prozess oder die Berufung nicht eröffnet ist. Grund für die Verzögerung in diesem Fall sind Personalmangel und Schlamperei am Mönchengladbacher Amtsgericht. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) zog auch ihre Konsequenzen aus dieser Panne. Allerdings tritt sie, wie von der Opposition gefordert, nicht zurück, sondern versetzt einen Mönchengladbacher Staatsanwalt.

Im Juli wird ein Gesetz der schwarz-gelben Regierung gekippt. Dieses seit 2007 bestehende Gesetz untersagte Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnern den Bau von sogenannten Shopping-Malls, wie beispielsweise dem CentrO in Oberhausen. Die Stadt Ochtrup aber will so ein Projekt mit einer Verkaufsfläche von 11.500 Quadratmetern genehmigen und klagt gegen das bestehende Gesetz. Weil dieses Gesetz gegen die kommunale Selbstverwaltung verstößt, wird es vom Oberverwaltungsgericht in Münster gekippt. Die XXL-Mall darf gebaut werden und für die Landesregierung war diese Entscheidung ein Schlag ins Gesicht.

Am 30. August standen dann die Kommunalwahlen in NRW an. Und nur einen Tag später dann der Skandal. Der noch amtierende Dortmunder Oberbürgermeister Langemeyer (SPD) gibt ein Haushaltsloch von 100 Millionen Euro zu. Damit steht Dortmund quasi vor der Pleite. Das Langemeyer dies schon vor der Wahl wusste, kann man annehmen. Aber warum hat er nichts gesagt? Weil er wohl den Wahlsieg seines künftigen Nachfolgers Ullrich Sierau (SPD) nicht gefährden wollte. Dieser weiß aber angeblich nichts von dem Millionenloch, macht aber nach heftigen Protesten und einem Rechtsgutachten im Dezember den Weg frei für Neuwahlen.

Auch in der Umweltpolitik bewegte sich im September etwas, beziehungsweise es bewegte sich nichts mehr. Zumindest nicht mehr am neuen Steinkohlekraftwerk in Datteln. Zwar standen bereits die Kühltürme, aber das Oberverwaltungsgericht Münster untersagte den Weiterbau. Die Landesregierung versucht nun, mit nachträglichen Gesetzesänderungen, einen Abriss zu verhindern. Nicht nur für die Opposition schwer nachvollziehbar. Pfusch am Bau dürfte bekannt sein, Pfusch an Gesetzen eher weniger.

Im September fiel die folgende Aussage: “Rumänen sind faul und kommen zur Arbeit wann sie wollen. Da wäre Nokia doch besser in Bochum geblieben.” Wer jetzt annimmt, diese Worte wären auf einer Veranstaltung einer rechten Partei gefallen, der irrt sich gewaltig. Diese Aussage wurde von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) gleich mehrmals auf Wahlkampfveranstaltungen der Union getroffen. Öffentlich gemacht wurde das alles von der SPD. Die SPD filmte Rüttgers Auftritte mit und veröffentlichte anschließend das Material. Diese Aktion der SPD ist mit Sicherheit auch nicht die feine, englische Art sondern eher peinlich. Rüttgers entschuldigte sich für seine Worte und schwieg anschließend nur noch zu der Sache.
Aber jetzt wird es richtig albern. Unions-Generalsekretär Wüst gibt zu, dass die Union jetzt die Auftritte der SPD-Chefin Kraft ebenfalls per Videokamera aufzeichnet. Das findet die SPD komischerweise überhaupt nicht gut. Als vertrauliche E-Mails öffentlich werden, die belegen, dass bei der ganzen Filmerei der CDU ein Abteilungsleiter der Staatskanzlei dabei war, stellt sich jetzt die Frage der Rechtmäßigkeit. Zwar hatte der Beamte das Parteibuch der CDU in der Tasche, aber bei solchen Wahlkampfaktionen der eigenen Partei darf er laut Landesverfassung nicht mitmischen.

Europawahl, Kommunalwahl, Bundestagswahl. Drei Wahlen und dreimal heißt der große Verlierer SPD. Und zumindest zweimal dürfen wir Piraten uns als “Wahlsieger der Herzen” fühlen. Bei der Europawahl, unsere allererste Wahl an der wir teilnahmen, erreichten wir knapp 1%. In Schweden kamen die Piraten auf 7% und zogen ins Europaparlament ein. Bei unserer ersten Bundestagswahl erreichten wir 2% und waren auf Anhieb stärkste außerparlamentarische Partei. Selbst die Grünen blieben bei ihrer ersten Bundestagswahl unter 2%. Man sieht, die Piraten haben durchaus Potenzial.

Im Oktober haben nicht nur die Piraten ihre Landesmitgliederversammlung. Am gleichen Tag verabschieden die NRW-Linken ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2010. Unter anderem fordert die Linke ein Recht auf Rausch und die Verstaatlichung von Eon und RWE. Außerdem sollen alle Gerichte und der Verfassungsschutz abgeschafft werden. Auf einem Parteitag der Linken im November wird das ganze Programm allerdings entschärft. Die Linke befürchtet, man könne mit dem Programm Probleme beim Wähler bekommen.

Harald F., bis Sommer 2006 Abteilungsleiter des Umweltministeriums, steht im Oktober unter Korruptionsverdacht. 270 Fahnder werden eingesetzt, mehrere hundert Telefonate mitgeschnitten und tausende E-Mails abgefangen. Trotzdem erhärten sich die Vorwürfe gegen Herrn F. nicht. Stattdessen richten sich unangenehme Fragen gegen Umweltminister Uhlenberg (CDU). Wollte Uhlenberg F. loswerden? Steuerte das Umweltministerium gar auf illegale Art und Weise die Untersuchungen des Landeskriminalamtes? Die Antworten auf diese Fragen soll ein Untersuchungsausschuss des Landtages ans Licht bringen. Leichter gesagt als getan. Herr F. verweigert nach wie vor die Aussage und die Mitarbeiter des Umweltministeriums leiden plötzlich an Alzheimer und können sich aber auch an nichts mehr erinnern.

Zwei Schwerverbrechern gelingt im November die Flucht aus der JVA in Aachen. Ein JVA-Mitarbeiter soll dabei geholfen haben. Und wieder rückt Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) in den Blickpunkt. Die Ministerin spricht von einer Einzeltat, die nichts mit Strukturproblemen zu tun hätte. Allerdings verschweigt die Ministerin, dass der Aachener Personalrat schon lange vor dem Ausbruch vor Personalmangel gewarnt hat. Dies war dem Ministerium auch bekannt. Und das gegen den Abteilungsbeamten schon länger ermittelt wurde, war im Ministerium ebenfalls bekannt. Die Ministerin setzte aber noch einen drauf. Sie soll persönlich dafür gesorgt haben, dass Mitarbeitern der Justiz der Zugang zum Webauftritt des WDR gesperrt wurde. Hintergrund ist, dass sich im WDR-Internetforum nach dem Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff, wohl auch Justizmitarbeiter zu den Zuständen in nordrhein-westfälschen Haftanstalten äußerten. Müller-Piepenkötter wurde vorgeworfen, auf Kosten der Sicherheit in den Gefängnissen zu sparen. Wer glaubt, die Ministerin würde den Rücktrittsforderungen nachkommen, der irrt sich gewaltig. Roswitha Müller-Piepenkötter ist nach wie vor im Amt.

Auch CDU-Mann Wüst rückt nochmal in den Fokus. Zwar filmt er jetzt nicht irgendwelche Leute von der SPD, aber er kassiert doppelt ab. Was nicht nur moralisch ebenso untragbar ist. Wüst ist Generalsekretär der NRW-CDU und Landtagsabgeordneter. Damit verdient er doppelt. Allerdings hat er nur von einem Arbeitgeber Anrecht auf Zuschüsse zur Krankenversicherung. Aber Herr Wüst kassiert doppelt, sowohl von seiner Partei als auch vom Land. Herrn Wüst fällt das auch nicht auf. Erst als ihn Journalisten darauf hinweisen, korrigiert er seinen Fehler und zahlt 6000€ ans Land zurück. Allerdings kommen immer mehr Details auf, die den Anschein erwecken, Wüst hätte mit Absicht doppelt kassiert. Aber irgendwie schafft es auch Wüst, sich bis dato noch im Amt zu halten.

Wie man sieht, hat die schwarz-gelbe Koalition in NRW etliche Probleme. Wenn Sie keinen Ministerpräsidenten wollen, der sich abwertend über Ausländer äußert, wenn Sie keine Justizministerin haben wollen, die eine Zensur einführt, dann ein kleiner Tipp für Sie: Am 09. Mai 2010 sind Landtagswahlen. Es liegt in Ihrer Hand.

KategorienAllgemein Tags: , , , ,

Klirrende Kälte, Piraten und ein Info-Stand

20. Dezember 2009 Andreas Gilles 2 Kommentare

Gelsenkirchen am 19. Dezember 2009, die Uhr schlägt 10, die Aussentemperatur beträgt -15 Grad Celsius, die Stadt ist bedeckt von einer leichten Schneedecke.
Doch aus der Ferne sieht man sie schon wieder, die orangefarbenen Fahnen mit dem Segel drauf. Gehisst wurden diese von der Crew Tausend Feuer, deren Besatzung aus Markus, Heiko, Alex und Andy bestand.
Und sehr schnell hatte man die Gewissheit…die Piraten haben erneut Kurs auf den Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt genommen.

Und siehe da, die ersten interessierten Bürger waren auch schnell da. Kurz den Schal aus dem verfrorenen Gesicht gezogen und schon war man mittendrin statt nur dabei.

Aufgrund der Polarkälte hatten wir angenommen, dass der Glühwein reissenden Absatz finden würde, aber wir wurden zum Glück eines besseren belehrt.

Denn trotz der Kälte interessierten sich die Bürger hauptsächlich für unsere Politik anstatt für das Heissgetränk. Flyer erfreuten sich grosser Beliebtheit. Viele Bürger kamen auch in den Pavillon und schauten sich das ausgelegte Info-Material an. Auch kurz vor Weihnachten bestand bei den Gelsenkirchenern nach wie vor politischer Redebedarf. Eines der Hauptthemen war die Vorratsdatenspeicherung und das in einigen Monaten zu erwartende Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Bei diesem Thema erfuhren wir grosse Unterstützung der Gelsenkirchener. Ebenso wie beim Thema Bildung, viele konnten die Besetzung der Hörsäle an den Unis in den letzten Wochen nachvollziehen. Auch die Kommunalpolitik kam nicht zu kurz. Eine Frage, die insbesondere von Leuten gestellt wurde, die uns Piraten noch nicht kannten bzw. uns noch nicht richtig einordnen konnten, war,  wie wir zu verfassungsfeindlichen und extremen Organisationen bzw. Parteien stehen? Diese Gelegenheit nutzten wir, um uns ganz klar von solchen Organisationen und Parteien zu distanzieren. Diese deutliche Aussage kam bei den Bürgern gut an.

Insgesamt gesehen war das Feedback sehr positiv, denn einen Info-Stand kurz vor einer Wahl durchzuführen, kann jeder. Aber wir sind nicht jeder, wir sind Piraten und scheuen weder Wind noch Wetter wenn es darum geht, unsere Bürger politisch auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wir bedanken uns bei den Gelsenkirchenern für ihr reges Interesse und konstruktive Gespräche und wünschen besinnliche Festtage.

Auch wenn die Landtagswahl erst im Mai 2010 ist und die Temperaturen dann nicht mehr -15 Grad betragen, so können sich die anderen Parteien trotzdem warm anziehen.

Aaaaaarrrrr….

“Piraten!”

21. September 2009 Chris 1 Kommentar

Seit etwa zwei Wochen sieht man sie immer mal wieder über die Bahnhofstraße huschen: zwei seltsame Gestalten mit Augenklappen, Kopftüchern und großen orangefarbenen Bannern.

pirate_walk_ge

Was als Spaß gemeint ist, trifft auf großes Interesse. Schließlich ist man in Gelsenkirchen eher blau-weiße Flaggen im Stadtbild gewohnt. Immer wieder werden die beiden angesprochen.

“Erklären Sie mir in fünf Sätzen, wofür die Piratenpartei steht!” fordert eine Passantin. Dem Wunsch wird entsprochen. Mit dem Verweis auf die ausufernde staatliche Überwachung charakterisieren die Piraten sich selbst als  Bürgerrechtsbewegung, die sich gegen die Aushöhlung der Freiheitsrechte stellt. In Schlagworten dann noch die wichtigen Themen “staatliche Transparenz”, “freie Bildung und freies Wissen”, “Basisdemokratie”.

Dann die Herausforderung: Piratenthemen kindgerecht auf den Punkt bringen. Ein junger Vater möchte, dass die Piraten seinem Sohn erklären, warum sie Herrn Schäuble nicht mögen. Der Pirat erläutert, dass Schäubles Politik darin besteht, vor vermeintlichen Gefahren zu warnen und Angst zu machen. Dass aber Angst vor allem lähmt, versteht auch ein Kind.

Und immer wieder ist im Vorbeigehen Zustimmung zu vernehmen. Manche laufen ein paar Meter mit, andere signalisieren, dass sie schon bei der Europawahl ihr Kreuz bei den Piraten gemacht haben.

“Wir freuen uns, dass wir wahrgenommen werden”, sagen die beiden Einäugigen. “Laut Umfragen hat die Hälfte der Bürger noch gar nichts von uns gehört, weiß also nicht, dass sie eine echte Alternative zur derzeitigen Politik hat.”

Natürlich gibt es auch die anderen. Diejenigen, die sagen, sie hätten mit dem Internet nichts zu tun. Oder die bemängeln, dass wir den Regenwald nicht schützen. Diskussionen dazu wollen wir hier nicht führen. Wer eine Meinung hat, darf sie selbstverständlich auch vertreten. Und wer mit der Großen Koalition einverstanden ist, soll sie ruhig weiterhin stützen.

Blick über den Tellerrand – Junge Grüne

16. September 2009 Andreas Gilles 21 Kommentare

Junge Grüne StandAls flipp und ich die Bahnhofstrasse entlang gingen, hatten die Jungen Grünen gerade ihren Infostand aufgebaut. Wir zwei natürlich auch diesen Stand geentert. Allerdings standen wir vor dem Stand und wussten nicht, wer dort der Ansprechpartner sein könnte. Irgendwie machte keiner von den Jungen Grünen den Eindruck, dass man ihn ansprechen könnte.
Wir haben das aber trotzdem gemacht. Die Frage aller Fragen war natürlich, warum man die Grünen wählen sollte. O-Ton des Jungen Grünen: “Äähh, warum man die Grünen wählen sollte? Öhhh, da gibt es viele Gründe…kann mir mal bitte jemand helfen?”
Und schwupps, kam ein anderer Junger Grüner daher. Der konnte die Frage auch schon sehr viel besser beantworten, allerdings nicht inhaltlich.
Mehr…